Landmark Projekt

Das Porsche Museum in Stuttgart ist heute nicht nur ein Besuchermagnet in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Es machte die DMAA-Architektur auch weltweit bekannt.

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Ambitionierte Vision

Am Beginn stand eine handgezeichnete Skizze von Roman Delugan, die statisch sogar noch gewagter war als das fertiggestellte Museum.

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Planen in 3D

Durch digitales Planen wurde es möglich die Ur-Skizze in ein futuristisches Modell zu übersetzen, das heute allen statischen Anforderungen genügt.

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Emotionale Architektur

Auch im Inneren werden bautechnisch notwendige Elemente zu dynamischen Flächen, die keinen Besucher kalt lassen.

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Maximale Transparenz

Der auf drei Betonstützen schwebende Stahlrahmen des 5.600 Quadratmeter großen Ausstellungsraums öffnet sich heute zur Stadt hin.

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Porsche Museum, Stuttgart

Geschwindigkeit, Dynamik, Passion: Mit dem Porsche Museum in Stuttgart übersetzt DMAA die Kernwerte des deutschen Sportwagenbauers in beeindruckende Architektur. Das Projekt hat bei der Fertigstellung 2009 international für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Bei dem kühnen Entwurf eines auf nur drei Betonstützen schwebenden, 5.600 Quadratmeter großen Ausstellungsraums, kamen erstmals 3D-Planungstools zum Einsatz, um beispielsweise die Lastabtragung, die unterschiedlichen, sich dynamisch verändernden Belastungen wie auch die umgebende Außenhaut zu ermitteln. Darüber hinaus plante DMAA mit seinen Partnern die komplette Haustechnik ebenfalls im digitalen Modell

The EYE Film Institute, Amsterdam

„Muschel“ nennen die Bewohner von Amsterdam das Gebäude des Filminstituts der Niederlande inoffiziell. Das Gebäude hat DMAA am Ufer des Flusses IJ, gegenüber dem Hauptbahnhof und der historischen Altstadt von Amsterdam, entwickelt. Das Zentrum des Gebäudes, die sogenannte Arena, öffnet sich südlich zum angrenzenden Flussufer sowie zur Altstadt von Amsterdam. Bewegung und Licht in Anlehnung an das Medium Film spiegeln sich im architektonischen Konzept von DMAA wider. Glatte, kristalline Oberflächen reflektieren das Licht auf vielfältige Weise, wodurch der Betrachter im Tagesverlauf optische Veränderungen bemerkt. Ein Eindruck, der nur durch integriertes, digitales Planen und Bauen erreicht werden konnte.

Filmreif

Das Gebäude des Filminstituts der Niederländer präsentiert sich aus jeder Perspektive anders und flimmert im Sonnenlicht. Beides direkte Bezüge auf das Medium Film.

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Große Geste

Eine große Arena mit gastronomischem Angebot ist das Herzstück des Gebäudes. Von hier aus geht es zu den Vorführräumen und in die Ausstellungen.

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Beste Lage

Das 2012 erbaute Gebäude liegt am Ufer des Flusses IJ direkt gegenüber der Altstadt von Amsterdam.

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Moderne Muschel

Ihren Spitznamen haben die Amsterdamer dem EYE Filmmuseum gegeben, weil es sich von der Innenstadt aus betrachtet nachts wie eine Muschel zu öffnen scheint.

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Unsichtbare Architektur

Durch die verspiegelten Oberflächen verschmilzt der kubische Baukörper mit seiner jeweiligen Umwelt und wird quasi unsichtbar.

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Haus für jede Lage

Durch die modulare Bauweise, die kleinen Abmessungen und den nachhaltigen Ansatz kann die Invisible Casa auch an ungewöhnlichen Orten in kürzester Zeit errichtet werden.

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Interieur nach Gusto

Innen kann das 14,50 x 3,50 m große Minihaus individuell eingerichtet werden. Auch bei der Raumgestaltung bleiben Freiheiten.

©Christian Brandstätter

Spektakuläre Effekte

Vor allem bei klarem Himmel überrascht das Haus Bewohner wie Anwohner mit spektakulären visuellen Effekten.

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Casa Invisibile, Everywhere

DMAAs unsichtbares Haus ist der Gegenentwurf zu den großen Arbeiten des Architekturstudios. Die vielseitig einsetzbare Wohneinheit ist nur 14,50 x 3,50 m groß und kann mit einem LKW an fast jeden Ort der Erde transportiert werden. Es besteht aus einer vorgefertigten Holzstruktur, der offene Grundriss ist durch den Kamin sowie durch Nasszelle in drei Raumzonen gegliedert und erlaubt eine flexible und individuelle Nutzung und Gestaltung des Innenraums. Die Produktion ist vergleichsweise kostengünstig und kann durch den hohen Holzanteil am Ende seines Lebenszyklus sehr einfach wieder rückgebaut werden. Aus mehreren Modulen lassen sich darüber hinaus größere Wohneinheiten realisieren. Die vollständig verspiegelte Aluminiumfassade der Casa Invisibile sorgt für die optische Verschmelzung für die Umgebung. Durch die Überlegung einer seriellen Fertigung, kamen auch bei diesem Projekt digitale Planungstools zum Einsatz, deren Berechnungen, zugleich für die Produktion der Elemente zur Verfügung standen.

Hyundai Motorstudio, Goyang

Die Herausforderung beim Motorstudio des koreanischen Automobilherstellers Hyundai in Seoul war eine Vielzahl von Funktionen wie ein Markenzentrum, Themenpark, Service und Büros in einem Gebäude zu vereinen. Das Team von DMAA löste diese Aufgabenstellung, indem es fast 40.000 Quadratmeter Fläche auf mehreren Ebenen unter Niveau plante. Dort können seit der Eröffnung 2017 Autos geparkt, ausgeliefert, inspiziert und repariert werden. Die oberirdischen Stockwerke sind in unregelmäßiger Geometrie angeordnet, der untere Gebäudeteil wird von einer abgehängten Glasfassade eingefasst, das darüber liegende wellenförmige Dach ist mit bronzefarbenen Metallblechen verkleidet. In diese Struktur ist ein 50 Meter hoher Büroturm integriert, in dem Administration und Management untergebracht sind. Um die Blickachsen der Besucher im großzügigen Showroom nicht durch zu viele tragende Säulen zu behindern, ging es bei der Planung im gemeinsamen digitalen Designprozess vor allem darum, Anzahl und optimale Position der Säulen zu bestimmen. Bauingenieure errechneten vorab anhand digitaler Modelle die korrekte Masse des Büroturms und die exakte Position der Säulen. Ergebnis: Die gesamte Konstruktion ruht heute auf nur sechs kaum sichtbaren Säulenclustern.

Raumschiff gelandet

Seit 2017 ist das Hyundai Motorstudio in Goyang in Südkorea in Betrieb. Es vereint Verwaltung, Showroom und Servicewerkstätten des koreanischen Autobauers.

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Visuelles Highlight

Durch die dynamisch abgekantete und speziell beschichtete Decke des großen Showrooms wird das Licht der riesigen Videowand in vielen Farbnuancen reflektiert.

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Vertikaler Garten

„Vertical Green“ war eines der drei Designelemente, die der Auftraggeber vorgegeben hatte, um den Markenkern von Hyundai architektonisch zu vermitteln.

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Clevere Berechnung

Damit das Dach des großzügig verglasten Schowrooms auch das Verwaltungsgebäude tragen kann, wurde die Lastabtragung so berechnet, dass heute nur acht Säulencluster ausreichen.

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CHOREOGRAPHIE

DER EMOTIONEN

4. November 2019
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